Direkt nach oben
Volltextsuche auf: https://www.ser-reutlingen.de
Impressionen aus Reutlingen
Volltextsuche auf: https://www.ser-reutlingen.de
Unser Ziel ist klar:
Das Beste für Wasser

Monitoring Hochwasser, Starkregen und Betriebspunkte

Monitoring_Plan_Reutlingen.pdfDie Stadtentwässerung Reutlingen unterhält mehr als 100 Betriebspunkte wie Einlaufgitter und Rückhaltebecken im Stadtgebiet. Die Einläufe von Gräben und Gewässern in verdolte Bereiche werden durch ein Gitter geschützt, damit keine großen Materialien in die Verdolungen gespült werden. Die Betriebspunkte werden im regelmäßigen Turnus angefahren und bei Bedarf wird festhängendes Material (wie zum Beispiel Äste und Laub) am Gitter entfernt. Somit soll ein freier Einlauf in die verdolten Gewässerabschnitte und in die Regenwasserkanäle gewährleistet werden. Aufgrund der Vielzahl an Einlaufgittern im gesamten Stadtgebiet ist eine Bedarfsreinigung nicht möglich.

Insbesondere bei den immer häufiger auftretenden Starkregenereignissen im Sommer ist ein freier Einlauf des Oberflächenwassers in die Einlaufgitter von großer Bedeutung. Bei einem durch Material zugesetzten Gitter kann das anfallende Oberflächenwasser nicht mehr richtig abfließen und es bildet sich ein Rückstau, welcher zu starken Überschwemmungen führen kann.

Damit die SER die Betriebspunkte gut überwachen kann, werden alle relevanten Betriebspunkte im Stadtgebiet Reutlingen mit einer Messtechnik ausgestattet. Der Großteil der Betriebspunkte erhält eine Kamera, die in regelmäßigen Abständen ein Bild macht und an einen Server sendet.

Monitoring Betriebspunkt/Einlaufgitter

Die Kameras nehmen dabei nur die unmittelbare Nähe des Einlaufgitters auf. Somit kann die SER sehen, wenn ein Gitter zugesetzt ist.

Beispielbilder von der Kameraufnahme. Es ist kein Straßenraum sichtbar, sondern nur das Einlaufgitter.

Einige Betriebspunkte werden zudem mit einem Sensor zur Erfassung des Wasserstandes ausgerüstet (hier kommen Druck- sowie Kontaktsensoren zum Einsatz). Diese Sensoren messen den Wasserstand und senden den Wert alle 5 Minuten in Echtzeit an einen Server.

Bild eines Drucksensors/Kontaktsensors

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SER können somit den vorhandenen Wasserstand sowie den Zustand des Gitters visuell über ein Bild erfassen. Bei steigendem Wasserstand beziehungsweise einem zugesetzten Einlaufgitter kann die SER direkt betroffene Gebiete anfahren und eine schnelle Reinigung veranlassen und bei Starkregen/Hochwasser Maßnahmen einleiten.

Bild eines Einlaufgitters mit Gewässerpegel

Ein weiterer Baustein im Monitoring ist die Überwachung der Wasserstände in den größeren Fließgewässern. Hierbei werden die Wasserstände der Gewässer wie Echaz, Breitenbach und Co. an hydrologisch sinnvollen Standorten durch einen Ultraschallsensor überwacht. Die Daten werden ebenfalls alle 5 Minuten an einen Server geschickt. Dadurch lässt sich insbesondere die topologisch bedingt kurze Vorwarnzeit verlängern. Zudem hat die SER alle weiteren im Hochwasser- und Starkregenfall relevanten Fakten (zum Beispiel Niederschlagsgeschehen und Warnungen des Deutschen Wetterdienstes) über die Plattform Flutinformations- und Warnsystem (FLIWAS) im Blick. Durch die kombinierte Betrachtung all dieser Informationen ist es möglich, im Hochwasser- und Starkregenfall gezielter zu agieren.

Hier finden Sie eine Übersichtskarte der Monitoring-Standpunkte im Stadtgebiet Reutlingen

Bei Fragen wenden Sie sich gerne jederzeit an die SER

Zurück zur Übersicht Projekte