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Echaz in Betzingen: Hochwasserschutz und naturnaher Ausbau


Der Bereich wird ökologisch aufgewertet. Außerdem wird eine Hochwasserschutzmauer gebaut, um Betzingen für Stark- und Dauerregenereignisse zu wappnen. Mit einem symbolischen Baggerbiss läutete Oberbürgermeister Thomas Keck die Arbeiten am Donnerstag, 18. Juni 2020, ein.

 „Wir erleben hier eine historische Umgestaltung. Der Gaasgarten wird danach eine völlig andere Gestalt haben“, so Keck, der gleichzeitig den ganzheitlichen Ansatz des Projektes für Betzingen betonte. Die Umgestaltung der Echaz im Gaasgarten ist Teil eines Maßnahmenpakets mit sechs Bausteinen. Ziel ist es, die ökologische Entwicklung des Flusses zu fördern und gleichzeitig den Hochwasserschutz für Betzingen auszubauen. Der Grundsatzbeschluss zum Entwicklungskonzept Echaz erfolgte durch den Bauausschuss und den Gemeinderat im Mai 2019. Die erste Maßnahme – der Neubau der Brücke im Hans-Roth-Weg – wurde bereits 2017 realisiert. Sie ermöglicht das Abfließen eines hundertjährigen Hochwasserereignisses. Durch die Umsetzung aller Maßnahmen des Entwicklungskonzeptes Echaz wird der gesamte derzeit überflutungsgefährdete Bereich bei einem hundertjährlichen Hochwasser überschwemmungsfrei. Vor allem deshalb bezeichnete Bezirksbürgermeister Friedemann Rupp den Start der Bauarbeiten als „guten Tag für Betzingen“. Viele Anwohner wüssten was es bedeutet, wenn das Wasser im Keller stehe, statt in der Echaz abzufließen.

Mit der aktuellen Maßnahme soll der Echaz im Bereich Gaasgarten wieder eine natürliche Struktur verliehen werden. Dem stark eingeengten Fluss soll ein Entwicklungskorridor zur Verfügung gestellt werden, innerhalb dessen naturnahe Strukturen angelegt werden. Durch einen großzügigen Geländeabtrag werden zudem 1.200 Kubikmeter Retentionsvolumen geschaffen, welcher ein Abflachen der Hochwasserwelle bewirkt. Die Lebewesen im Wasser profitieren ebenfalls: Eine bestehende Rampe im Fluss, die nicht für alle Tiere überwindbar ist, wird durch eine deutlich flachere Riegel-Becken-Rampe ersetzt. Diese gewährleistet die Durchgängigkeit für Fische und andere Wassertiere.
Im Zuge der Maßnahme wird auch das Entlastungsgerinne des Mühlkanals umgebaut. Hier wird ein naturnahes Flachwassergerinne angelegt. Zudem wird eine Schützanlage gebaut, die elektronisch steuerbar ist und damit im Bedarfsfall geöffnet werden kann. Die Fußgängerbrücke über den Kanal wird durch eine Furt ersetzt, das Wasser fließt dort über eine kleine Kastenrinne zur Echaz.
Eine Hochwasserschutzmauer soll insbesondere die anliegende Steinachstraße bei steigendem Pegel schützen. Bei der Polizei wird ein temporärer Hochwasserschutz errichtet, der bis zur Umsetzung des gesamten Entwicklungskonzeptes Echaz Ausuferungen an der Polizei verhindern soll.

Die Gesamtkosten der Maßnahme für die SER liegen bei rund 2,1 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich daran mit knapp 650.000 Euro. Bis Herbst 2021 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein, dies hängt allerdings von den Wetterverhältnissen ab.




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