Direkt nach oben
Volltextsuche auf: https://www.ser-reutlingen.de
Impressionen aus Reutlingen
Volltextsuche auf: https://www.ser-reutlingen.de
Unser Ziel ist klar:
Das Beste für Wasser

Umweltministerin Walker zu Gast in Betzingen


Umweltministerin Walker (5. von links) besichtigt die neugebaute Hans-Roth-Brücke, einem Baustein des ganzheitlichen Entwicklungskonzepts in Betzingen.

"Derartige extreme Wetterereignisse werden sehr wahrscheinlich angesichts des fortschreitenden Klimawandels weiter zunehmen", sagte die neue Grünen-Umweltministerin Thekla Walker, die auf ihrer "Sommertour" eigens in Betzingen haltmachte, um sich über das städtische Hochwasserschutzkonzept zu informieren.

"Wir leben an einem Gebirgsbach", so Oberbürgermeister Thomas Keck beim Tourauftakt in der Julius-Kemmler-Halle. Durch das enorme Gefälle steige der Pegel so rasch, dass die Hochwasservorhersagezentrale des Landes mit ihren Warnungen nicht nachkomme, bestätigte Reutlingens leitender Stadtbranddirektor Harald Herrmann, der vor dem Rundgang noch einmal auf den 28. Juni und hunderte Einsätze zurückblickte, die seine Mannen zu absolvieren hatten. Reutlingen setze daher auf ein eigenes Messnetz, das unter anderem 36 Pegelmessungen zwischen Unterhausen und Kirchentellinsfurt umfasst. Trotz aller Maßnahmen und Vorbereitung zähle im Ernstfall nur eines, so Herrmann: "Wenn das Wasser kommt, können wir nur noch schauen, dass die Menschen gut aus der Situation herauskommen."

Nach Betzingen gekommen war Thekla Walker, weil sich die Stadt Reutlingen schon länger engagiert der Herausforderung widme, wie sie die Menschen und Häuser vor den damit verbundenen Risiken und Gefahren besser schützen kann. Beeindruckt zeigte sie sich dabei vor allem von dem ganzheitlichen Entwicklungskonzept in Reutlingens größtem Stadtbezirk. „Gewässerökologie und Hochwasserschutz finden hier perfekt zueinander und bringen so Mensch und Natur gewinnbringend zusammen“, resümierte die Ministerin. So werden neben den Verbesserungen beim Hochwasserschutz mit Landesmitteln in Höhe von 650.000 Euro im ersten von vier Bauabschnitten in der Gegend um den Gaasgarten die Durchgängigkeit für Fische und Kleintiere der Gewässersohle verbessert. Zudem wird der Echaz mehr Raum eingeräumt, sich natürlich und eigendynamisch zu entwickeln. Das Konzept der Stadt sieht außerdem vor, dass die Verwaltung nicht nur die Bürgerinnen und Bürger auf vielfältige Weise informiert. Sondern auch in die Bauleitplanung und die Baugenehmigungen fließen die Aspekte Hochwasser und Starkregen mit ein. 
Sie brachte auch ihre Hoffnung zum Ausdruck, "dass viele Kommunen im Land sich ein Beispiel an Reutlingen nehmen und auch ein Konzept erstellen und viele unterschiedliche Maßnahmen umsetzen, um sich so vor den Naturgefahren zu schützen.“

Die Besichtigungstour, die Tiefbauamtsleiter Arno Valin und Torsten Müller, Fachgebietsleiter Gewässer und Hochwasserschutz bei der Stadtentwässerung (SER), zusammengestellt hatten, umfasste unter anderem das Egelhaaf-Areal, bei dem das Starkregenrisikomanagement bereits im Bebauungsplanverfahren berücksichtigt ist, die naturnahe Umgestaltung der Echaz unterhalb der ehemaligen Gärtnerei Baisch, den fertigen Neubau der Hans-Roth-Brücke sowie die Umgestaltung des Gaasgartens, die derzeit in vollem Gange ist. Klar, dass das alles nicht zum Nulltarif zu haben ist: "Seit 2003 sind rund 34 Millionen Euro in den Bereich Hochwasserrisikomanagement geflossen", bilanzierte Arno Valin.

Die Landesregierung von Baden-Württemberg beteilige sich an dem Starkregenmanagement-Konzept mit bis zu 70 Prozent der Kosten, erläuterte die Umweltministerin. Reutlingen erhalte 132.500 Euro vom Land für ihr bisheriges Konzept. Wie wichtig es sei, auch an kleineren Gewässern die Hochwasservorsorge zu verstärken, habe man zuletzt bei den furchtbaren Ereignissen in Rheinland-Pfalz und NRW gesehen. „An Gewässern mit kleinem Einzugsgebiet kann ein dichtes, ständig unterhaltenes Messnetz Menschenleben retten“, betonte Umweltministerin Thekla Walker. 

  • Stadtentwässerung Reutlingen
  • Ein Eigenbetrieb der Stadt Reutlingen
  • Postadresse: Marktplatz 22 · 72764 Reutlingen
  • Hier finden Sie uns: Gustav-Werner-Straße 25 · 72762 Reutlingen
  • Telefon 07121 / 303-2576 · Fax 07121 / 303-2272
  • ser@reutlingen.de
  • Zum Kontaktformular
  • Öffnungszeiten
  • Montag 08:00 - 12:00 Uhr
  • Dienstag 08:00 - 12:00 Uhr
  • Mittwoch 14:00 - 16:00 Uhr
  • Donnerstag 08:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 18:00 Uhr
  • Freitag 08:00 - 13:00 Uhr