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Echaz - Zukunft und Gewässerschau


Gleich zweimal am 25. Oktober 2022 stand die Echaz in Reutlingen im Mittelpunkt. Am Vormittag stellte Oberbürgermeister Thomas Keck vor Pressevertretern die Studie "Echa#Z#ukunft" vor, die sich mit dem Bereich der Echaz von der Kreuzung Tübinger Straße/Bantlin Straße bis zur Brücke Eberhardstraße befasst. Idee dieses "informellen Planwerks" ist es, Hochwasserschutz und Gewässerentwicklung gewinnbringend zu vereinen und damit Aufenthaltsqualität für die Reutlinger Bürger zu schaffen. Als grün-blau-graues Band soll die Echaz auch Kaltluft in die Stadt führen und so Reutlingen gegen die Folgen des Klimawandels rüsten. Initialzündung für diese pilothafte Studie war das Entwicklungskonzept Echaz in Betzingen, bei der jüngst zwei Bausteine eingeweiht wurden. Dort wurde schon beispielhaft gezeigt, wie Hochwasserschutz mit Ökologie und Erlebbarkeit der Echaz Hand in Hand gehen.

Die Studie, die vom Büro Stefan Fromm Landschaftsarchitekten in Zusammenarbeit mit der Stadt Reutlingen erarbeitet wurde, stellt dar, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, um aus der Echaz in diesem Bereich wieder ein Schmuckstück zu machen. Denn an vielen Orten, die die Studie untersucht hat, ist die Echaz noch stark in Betonwände eingezwängt, stehen Gebäude direkt am Ufer und es gibt nur wenige Grünflächen, auf denen sich die Echaz in einem Hochwasserfall ausbreiten kann. Dies soll sich in Zukunft ändern. Zwar befinden sich in dem Untersuchungsgebiet auch private Flächen, auf die die Stadt Reutlingen keinen Einfluss hat, aber auf den städtischen Flächen soll sich einiges tun. Neue Grünflächen sollen angelegt, neue Wege gebaut und Aufenthaltsplätze geschaffen werden. Auch die Schieferkante entlang der Emil-Adolff-Straße soll besser zur Geltung kommen. Mit in die Überlegungen spielt auch eine mögliche Bewerbung für die Bundesgartenschau in ferner Zukunft, die in diesem Zusammenhang geprüft werden soll.

Die Studie "Echa#Z#ukunft" soll auch die Grundlage für eine Rückgewinnung und Sicherung der städtischen Flächen entlang der Echaz dienen, um so möglichst durchgängig dem Hochwasserschutz, den erholungssuchenden Reutlingern und den Tieren und Pflanzen entlang der Echaz gerecht zu werden.

Am Abend wurde die Studie offiziell den Mitgliedern des Betriebsausschusses der SER vorgestellt. Davor hatten interessierte Mitglieder die Chance, vom Fachgebietsleiter Gewässer und Hochwasserschutz der SER, Torsten Müller, alles über das Thema Gewässerschau anhand eines Rundgangs an der Echaz zu erfahren. Denn als Träger der so genannten Unterhaltungslast muss die Stadtentwässerung Reutlingen alle fünf Jahre unter anderem die Echaz auf dem Stadtgebiet samt Ufer und Gewässerumfeld besichtigen. Torsten Müller wusste von allerhand zu berichten: Neben dem Missbrauch des Flusses zur Müllentsorgung, nicht genehmigten Gartenhäuschen direkt am Ufer oder illegalen Wasserentnahmen für die Bewässerung vom Kleingarten sind es vor allen Dingen auch umgestürzte Bäume und abgerutschte Hänge, um die er und sein Team sich kümmern.

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