Direkt nach oben
Volltextsuche auf: https://www.ser-reutlingen.de
Impressionen aus Reutlingen
Volltextsuche auf: https://www.ser-reutlingen.de
Unser Ziel ist klar:
Das Beste für Wasser

Einweihung an der Echaz


Nachdem bereits im Juni 2020 die Bauarbeiten im Gaasgarten offiziell starteten, kamen parallel dieses Jahr die Arbeiten unterhalb der ehemaligen Gärtnerei Baisch hinzu. Nun wurden gleich beide Maßnahmenbausteine des Entwicklungskonzeptes Echaz in Betzingen am 20. Oktober 2022 von Oberbürgermeister Thomas Keck feierlich eingeweiht.

Die Ziele der Bauarbeiten waren für beide Maßnahmen die Gleichen: Neben dem dringend erforderlichen Hochwasserschutz für Betzingen waren die Naherholung der Bürger sowie die ökologische Aufwertung der Echaz die Kernpunkte bei der Planung.

Erreicht wurde diese Aufwertung durch eine an den Klimawandel angepasste Gestaltung der Echaz. Denn neben extremen Starkregen muss der Reutlinger Fluss und die Lebewesen in und an ihm auch mit Trockenheit wie in diesem Jahr klarkommen.

So wurden naturnahe Ufer geschaffen und mit Strukturen wie Steinen in und an der Echaz unterschiedliche Strömungsgeschwindigkeiten und verschiedene Tiefen im Fluss geschaffen. So wird bei Trockenphasen das wenige Wasser in diesen Bereichen gesammelt und ermöglicht Fischen und anderen Tieren dann das Überleben. Zudem wurde durch den Bau einer Rampe im Gaasgarten die Durchwanderbarkeit für alle Lebewesen wiederhergestellt.

Auch die Betzinger Bürger werden bald nicht in, aber zumindest an der Echaz wandern können. Beide Gebiete sind mit Wegen entlang der Echaz attraktiv gestaltet worden und laden auch zum Verweilen und Erholen ein.

Zentral für die Betzinger Bürger dürfte aber der neu geschaffene Retentionsraum der Echaz sein, also der Bereich, in der sich die Echaz bei einem Hochwasser ausdehnen kann. Sowohl im Bereich unterhalb der ehemaligen Gärtnerei Baisch als auch im Gaasgarten wurde durch gezielte Geländegestaltungen Raum für das Wasser geschaffen. Dazu wurde im Gaasgarten eine neue Hochwasserschutzmauer gebaut, um bei einem Hochwasser die Ausbreitung des Wassers in die bewohnten Bereiche von Betzingen zu verhindern.

Bevor nun die beiden Bereiche für die Öffentlichkeit freigegeben werden, müssen noch Geländer als Absturzsicherungen an einigen Stellen angebracht werden. Außerdem fehlen noch die Pflanzarbeiten, die in den nächsten Wochen stattfinden werden.

Die Stadtentwässerung Reutlingen arbeitet derzeit mit Hochdruck an der Umsetzung der weiteren Maßnahmen des Entwicklungskonzeptes Echaz. Aktuell befinden sich die übrigen Maßnahmen – die Beseitigung der Engstelle im Bereich der VHS, der Neubau Brücke Hoffmannstraße und die Hochwasserschutzmaßnahme entlang der Steinachstraße – im Planfeststellungsverfahren. Denn nur mit der Umsetzung aller Maßnahmenbausteine des Entwicklungskonzeptes kann das Ziel – der Hochwasserschutz für Betzingen – erreicht werden.