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Startschuss für die neue Brücke in der Hoffmannstraße


Dass es in der Achalmstadt zu keinen Überflutungen kam, ist auch eine Folge des Hochwasserschutzkonzepts der Stadtentwässerung Reutlingen (SER).

An dem Tag, an dem viele Orte in Bayern und Baden-Württemberg noch mit den teilweise dramatischen Folgen der vom Himmel stürzenden Wassermassen zu kämpfen hatten, läutete Oberbürgermeister Thomas Keck mit dem symbolischen Baggerbiss den Baustart der Hoffmannstraßen-Brücke in Betzingen ein. Der jetzt gestartete Bauabschnitt umfasst bereits die vierte Maßnahme des „Hochwasserschutz-Entwicklungskonzepts Betzingen“.

Die neue Brücke wird ohne den für die Strömung ungünstigen Mittelpfeiler und zudem etwa 70 Zentimeter höher als die alte Brücke errichtet, die im Jahr 1908 errichtet, entsprechend marode und schon lange für den Schwerlastverkehr gesperrt war. Das notwendige Abflussprofil der Echaz wird in diesem Bereich deutlich erhöht, bei Hochwasser kann mehr abfließen als zuvor. Die Bauzeit der Brücke und zusätzlicher Hochwasserschutzwände wird voraussichtlich bis Herbst 2025 dauern. In dieser Zeit wird die Brücke komplett gesperrt sein. Die Gesamtkosten für die Maßnahme belaufen sich auf knapp drei Millionen Euro. Die Hochwasserschutzwände vom Land Baden-Württemberg werden mit mindestens 20 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten bezuschusst. Der Brückenneubau wird sogar mit bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten bezuschusst.

„Man sieht, dass die bereits umgesetzten Maßnahmen funktionieren", resümierte der Oberbürgermeister mit Blick auf die Echaz, die diesmal in ihrem Flussbett geblieben war, "noch besser funktionieren sie, wenn die noch fehlenden Bausteine im Entwicklungskonzept vollends realisiert sind“. Nach der Umsetzung aller Baumaßnahmen werde es bei einem hundertjährlichen Hochwasserereignis – einschließlich eines Klimafaktors von 15 Prozent mehr Abfluss – rechnerisch zu keinen Überflutungen durch die Echaz mehr kommen.

Seit 2016 wurden bereits drei Maßnahmen des Konzepts umgesetzt: der Neubau der Hans-Roth-Weg-Brücke (2016/17), die naturnahe Umgestaltung im Bereich des Goasgartens (2020 bis 2022) und unterhalb der ehemaligen Gärtnerei Baisch (2022).   Insgesamt umfasst das Hochwasserschutz-Entwicklungskonzept-Betzingen sechs Einzelmaßnahmen.