Auf dem Weg zur Kläranlage der Zukunft. Lachgasmessungen bei der SER
Auf dem SER-Betriebsstandort in Betzingen wurden Themen wie Phosphorrückgewinnung, Fadenbakterien oder Lachgasmessungen behandelt. Beim gemeinsamen Mittagessen und einem anschließenden Rundgang über das Betriebsgelände konnten dann Erfahrungen ausgetauscht werden.
Bei dieser Gelegenheit stellte Yannick Arcelin, Stabstelle Klimaschutz bei der SER, die installierte Lachgasmessung auf der Sequenzing-Batch-Reactor-(SBR)-Anlage vor. Hier soll über eine Langzeitmessung die Treibhausgas-Emission weiter dauerhaft gesenkt werden. Lachgas (N2O) entsteht als Zwischenprodukt bei der biologischen Reinigung des Abwassers. Aufgrund seiner hohen Treibhausgaswirkung kann Lachgas bis zu 80 % der Treibhausgasemissionen einer Kläranlage ausmachen.
Yannick Arcelin: „Durch dieses Monitoring möchten wir herausfinden, welche Bedingungen die Entstehung von Lachgas begünstigen oder hemmen. Dies tun wir immer unter der Prämisse, das Abwasser weiterhin auf höchstem Niveau gereinigt zu wissen.“