Starkregen geht jeden an. Zweite Informationsveranstaltung zum Starkregenrisikomanagement
Oberbürgermeister Thomas Keck begrüßte die Gäste und betonte die Wichtigkeit des Themas: „In den vergangenen Jahren waren wir immer häufiger betroffen von Starkregenereignissen und die Klimaprognosen bestätigen leider einen zunehmenden Trend. Immer wieder kam es in den letzten Jahren zu Hagel und Überflutungen, daraus resultierten große Sachschäden. Laut dem Gesamtverband der Versicherer ist Reutlingen auf Platz 4 der am stärksten betroffenen Landkreise in Baden-Württemberg mit 100 von 1000 betroffenen Gebäuden und einem Schadensdurchschnitt von 6.166 €. Daher müssen wir handeln.“
Im Anschluss verdeutlichte Torsten Müller, Abteilungsleiter Gewässer und Regenwassermanagement, das Starkregenrisikomanagement sowie Ziele und Inhalte des Handlungskonzepts: „Wir können den Bürgerinnen und Bürgern das Wasser im Regenereignis nicht wegnehmen. Aber wir können uns organisieren, um geordnet durch die Situation zu kommen. Und den Bürgerinnen und Bürgern können wir Vorsorgemaßnahmen an die Hand geben, um sich zu schützen. Unser Ziel muss es sein, die vermeidbaren Notrufe von der 112 fernzuhalten. Denn je weniger Menschen bei Starkregen wegen fünf Zentimetern Wasser im Keller die Feuerwehr rufen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Herzinfarkt der reinkommt, gerettet werden kann.“
Bei der darauffolgenden Fragerunde beantwortete Torsten Müller zahlreiche Fragen der Bürgerinnen und Bürger.
Baubürgermeisterin Angela Weiskopf skizierte daraufhin das weitere Vorgehen in diesem wichtigen Prozess: „Unsere Hauptaufgabe in den kommenden Jahren wird es sein, Maßnahmen zu erarbeiten, um stark betroffene Bereiche besser schützen zu können.“
Mit dem abschließenden Fazit von Oberbürgermeister Thomas Keck endete die über zweistündige Veranstaltung: „Die Extreme werden extremer und häufiger. Wir werden mit diesen Ereignissen und den Folgen leben müssen. Und das gelingt uns nur, wenn wir dies als Gemeinschaftsaufgabe verstehen. Jeder und jede Betroffene muss etwas tun, um sich vor Hochwasser zu schützen. Und wenn wir als Stadt gemeinsam anpacken, bin ich mir sicher, wird es uns gelingen.“