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Neue Brücke stärkt Hochwasserschutz in Betzingen - Projekt in der Hoffmannstraße wichtiger Baustein im Entwicklungskonzept Echaz


Einblick in den aktuellen Stand der Bauarbeiten gaben die Verantwortlichen von Stadtverwaltung und SER gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Friedemann Rupp bei einem Vor-Ort-Termin.

Arbeiten gehen voran – und zeigen schon Wirkung

Seit März 2024 laufen die Arbeiten an der Brücke Hoffmannstraße, vor gut einem Jahr begannen die Abbrucharbeiten der alten Brücke. „Der Abriss war überfällig“, sagt Bernd Eger, stellvertretender Leiter des Amtes für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt. Das Bauwerk aus dem Jahr 1907 wies nicht nur bauliche Mängel und Schäden auf, sondern bremste den Abfluss der Echaz mit ihrem Mittelpfeiler und einem zu geringen Durchflussprofil. Bei Starkregen stieg dadurch das Risiko für Hochwasser – wie zuletzt im Juni 2021, als ein heftiges Unwetter die Betzinger Ortsmitte in eine Seenlandschaft verwandelte. Der Neubau schafft Abhilfe: Die Brückenunterkante wird um 70 Zentimeter angehoben, der Mittelpfeiler entfällt. Rechts wurde das Ufer mit einer Böschung gesichert, linksseitig eine Hochwasserschutzwand installiert. „Die Wand wird im letzten Baustein des Entwicklungskonzepts bis zum Hans-Roth-Weg erweitert“, erklärt Anne Schüler, Fachgebietsleiterin Gewässerplanung und Regenwassermanagement.

„Schon jetzt zeigt sich, dass die Hochwasserschutzmaßnahmen Wirkung zeigen“, so Bezirksbürgermeister Rupp. Zweimal sei die Feuerwehr bei Starkregenereignissen in diesem Sommer aufgrund der Erfahrungen vergangener Jahre davon ausgegangen, dass die Echaz in diesem Bereich über die Ufer tritt – dazu kam es aber nicht.

Verkehrseinschränkung noch bis Jahresende

Die Straßenbauarbeiten im Zuge der Brückenerneuerung gehen derweil ebenfalls voran. Noch bis voraussichtlich Ende September 2025 erreichen Autofahrer den Platz an der Kemmlerhalle über die Mühlstraße. Ab Anfang Oktober wird die Zufahrt dann über die Steinachstraße und die neue Hoffmannstraßenbrücke geführt. So kann anschließend der letzte Straßenabschnitt zwischen der Brücke und der Mühlstraße fertiggestellt werden. Ende des Jahres soll dann die Hoffmannstraße zwischen Mühlstraße und Steinachstraße wieder durchgängig für den Verkehr freigegeben werden.

Baumaßnahme vom Land bezuschusst

Die Gesamtkosten für die Brücken- und Straßenbauarbeiten sowie den Hochwasserschutz liegen bei rund 2,9 Millionen Euro. Ein Teil davon wird durch Fördermittel des Landes Baden-Württemberg finanziert.

Entwicklungskonzept Echaz - Umsetzung schreitet voran

Noch zwei weitere Abschnitte stehen an, dann sind alle Maßnahmen des Entwicklungskonzepts Echaz umgesetzt. In den kommenden Jahren stehen die Bausteine „Hochwasserschutz im Wasen“ und „Hochwasserschutz Hans-Roth-Weg bis Hoffmannstraße“ auf der Agenda. Zuvor wurden bereits der „Gaasgarten“ und der Bereich an der ehemaligen Gärtnerei Baisch umgestaltet.

Freuen sich, dass der Hochwasserschutz in Betzingen gestärkt wird (v. l.): Peter Nill (stellvertretender Fachgebietsleiter Straßen-, Bauwerksunterhaltung), Bezirksbürgermeister Friedemann Rupp, Bernd Eger (stellvertretender Leiter des Amtes für Tiefbau, G
Freuen sich, dass der Hochwasserschutz in Betzingen gestärkt wird (v. l.): Peter Nill (stellvertretender Fachgebietsleiter Straßen-​, Bauwerksunterhaltung), Bezirksbürgermeister Friedemann Rupp, Bernd Eger (stellvertretender Leiter des Amtes für Tiefbau, Grünflächen und Umwelt) und Anne Schüller (Fachgebietsleiterin Gewässerplanung und Regenwassermanagement).

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