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Brücke Hoffmannstraße offiziell eingeweiht


"Am heutigen Tag weihen wir nicht nur die neue Brücke und das umgestaltete Areal ein, sondern feiern auch die Umsetzung des bereits vierten Bausteins des Gesamtkonzeptes Hochwasserschutz in Betzingen", freute sich das Stadtoberhaupt.

Bekanntlich war die 1908 erbaute Vorgängerbrücke so stark sanierungsbedürftig, dass sie viele Jahre lang nicht mehr mit schweren Lastwagen befahren werden durfte. Zugleich verfing sich immer wieder Treibgut an dem Mittelpfeiler der Brücke und verschärfte so die Hochwassergefahr. Diese Zeiten sind jetzt vorbei: "Die neue Brücke Hoffmannstraße kann rechnerisch ein hundertjährliches Hochwasserereignis einschließlich eines berücksichtigten Klimafaktors von zusätzlichen 15 Prozent ableiten", so Thomas Keck. Gestalterisch schließt sich die neue Brücke Hoffmannstraße an die alte Brücke sowie auch an die bereits 2017 gebaute Brücke Hans-Roth-Weg an. Zudem ermöglichen die Betongeländer eine spätere Anpassung an noch höhere Hochwasserereignisse. Durch das Anheben der neuen Brücke musste das Straßenniveau bis an die Anschlusspunkte Brücke Mühlstraße und Kreuzung Steinachstraße angepasst werden. Bei dieser Gelegenheit wurde das Gelände vor dem Schulgebäude neu gestaltet. Der Gehweg ist nun nicht mehr zwischen parkende Autos und Straße gequetscht, sondern führt direkt am Schulhaus entlang. Außerdem verschönern vier neue klimafeste Silberlinden den Bereich. Die Gesamtkosten der Maßnahme beliefen sich auf knapp 2 Millionen Euro, die Hälfte der Kosten für den Neubau der Brücke übernahm das Land.

Nach dem Neubau der Hans-Roth-Weg-Brücke im Jahr 2017, der naturnahen Umgestaltung der Echaz im Gaasgarten 2020 und unterhalb der ehemaligen Gärtnerei Baisch 2022 sowie dem Brückenneubau Hoffmannstraße kommt aber noch mehr: "Zwei wesentliche Bausteine zur Erreichung des Hochwasserschutzes sind noch umzusetzen", blickte der Oberbürgermeister in die nähere Zukunft. Als nächstes müsse die Engstelle auf Höhe der Volkshochschule beseitigt werden – der sogenannte Flaschenhals, der Stand heute noch zu einem Rückstau bei Hochwasser und somit zu großflächigen Überflutungen führen kann.

Mit dem Abbruch des Geschäftsgebäudes in der Wannweiler Straße 11 sowie der Rückbau der Ufermauer und Neubau einer Bohrpfahlwand sind im vergangenen Jahr bereits erste Vorbereitungen getroffen worden. Planmäßig soll die Volkshochschule im Herbst dieses Jahres in das neu gebaute Egelhaaf-Areal umziehen, sodass der große Anbau Im Wasen 12 sowie das Nachbargebäude ab Januar 2027 abgebrochen werden können. Anschließend wird es im Juni 2027 – wenn die Fischschonzeit vorbei ist – mit den Arbeiten im Gewässer losgehen. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2028 andauern. Als letzter Baustein wird dann im Anschluss noch die Hochwasserschutzmauer entlang der Steinachstraße – zwischen der Brücke Hans-Roth-Weg und Hoffmannstraße – errichtet.

"Alle Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, dass die Echaz wieder ökologisch aufgewertet und als Lebensraum für alle attraktiver, der zwingend notwendige Hochwasserschutz für den Stadtteil hergestellt, die Infrastruktur durch die neuen Brücken verbessert - und insgesamt das Betzinger Ortsbild aufgewertet wird", resümierte Keck.

Feierliche Einweihung der Brücke in der Betzinger Hoffmannstraße